Echter Mehltau: So können Sie Stauden noch retten

Ausgerechnet im Sommer, wenn Gärten in voller Blüte stehen, schlägt Echter Mehltau besonders hart zu – vor allem bei Phlox, Astern und Rittersporn. Was die ersten Warnsignale bedeuten und was jetzt wirklich hilft.

Warmes, trockenes Sommerwetter ist für viele Gartenpflanzen eine echte Belastungsprobe. Genau unter diesen Bedingungen breitet sich Echter Mehltau an Stauden besonders schnell aus – darauf weist der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausdrücklich hin.

Woran erkennt man Echten Mehltau?

Die Pilzerkrankung gibt sich zunächst dezent zu erkennen. Weiße Flecken auf den Blättern sind meist das erste Anzeichen – anfangs vereinzelt, kaum auffällig. Doch das täuscht.

  • Breitet sich der Pilz weiter aus, wachsen diese Flecken rasch und werden deutlich größer.
  • Im fortgeschrittenen Stadium überzieht ein weißer, mehlartiger Belag schließlich das gesamte Blatt.
  • Auch andere Pflanzenteile können betroffen sein – nicht nur die Blätter.
  • Bei schwerem Befall verfärben sich die Blätter bräunlich und sterben teilweise vollständig ab.
  • Besonders anfällig sind Phlox, Astern, Rittersporn und Indianernessel.

Mehltau bekämpfen – was jetzt zu tun ist

Wer die ersten Anzeichen entdeckt, sollte sofort handeln. Befallene Blätter gehören so früh wie möglich entfernt – erkrankte Triebe schneidet man am besten bis ins gesunde Pflanzengewebe zurück.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können geeignete Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel unterstützend eingesetzt werden. Dabei gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser – und regelmäßige Wiederholungen sind unbedingt erforderlich.

Natürliche Helfer im Garten nicht vergessen

Es gibt aber auch eine erfreuliche natürliche Lösung. Laut dem Naturschutzbund Deutschland können bestimmte Marienkäferarten dabei helfen, Echten Mehltau einzudämmen. Der sogenannte Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer ernährt sich direkt von dem Pilzbelag auf den befallenen Blättern.

In einem artenreichen, vielfältig bepflanzten Garten fühlen sich solche Nützlinge besonders wohl – ein guter Grund, die Gartenvielfalt zu fördern und auf eine naturnahe Gestaltung zu setzen.

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